Unsere Schülerinnen überzeugten beim regionalen Preisträgerkonzert in Ettlingen!
Wir sind stolz auf Franziska Braun und Melina Böser
Von hartem Rock bis zum Blockflöten-Ensemble
Die Preisträger des Jugend-musiziert-Regionalwettbewerbs spielten im Ettlinger Schloss
von Daniel Hennigs
Mittlerweile der 63. Wettbewerb von "Jugend musiziert" (JuMu) geht im Jahr 2026 über die Bühnen in ganz Deutschland. Im Landkreis Karlsruhe ist die erste Etappe, der Regionalwettbewerb, bereits abgeschlossen. Gemäß der Bestimmung, daß das Preisträgerkonzert des Regionalverbandes Karlsruhe-Land abwechselnd in Waghäusel, Bruchsal und Ettlingen stattfindet, hatten die ersten Preisträger des diesjährigen Wettstreits die Möglichkeit, wieder den Asamsaal des Ettlinger Schlosses mit vielfältigen Klängen von hartem Rock bis hin zu ätherischen Blockflötenklängen zu erfüllen. Den Auftakt machte ein Bläserensemble der Kategorie Bläserkammermusik (Matthis Moehrke, Leopold Nebl, Karl Schulze, Linus Treue, Johanna Steppe, Annabelle Bertsch) mit professionell-homogenem Klangbild in Mozarts Serenadensatz Es-dur aus KV 375. Die Kategorie Sologesang war mit Constanza Barth-Larios und Olena Darchieva vertreten, die bekannte Arien von Händel und Georges Bizet darboten. Reizvolle Klänge aus dem Bläserfach bot auch das Blockflötenensemble Johann Schmidtlein, Frida Luise Knappich, Nila Tuxford, Anna Leitz und Lara Mencke mit einem schön anzuhörenden Largo von Johann Christoph Pepusch. Strahlend wurde es dann mit Anton Dopfer, Rasmus Friese und Jakob Diehl, die im Trompetentrio einen Auszug aus den in zeitgenössischer Tonsprache gehaltenen "Fanfares héraldiques" von Robert Bergmann sauber intoniert und selbstsicher musiziert darboten. Was in der Kammermusikkategorie natürlich auch nicht fehlen durfte, war ein Streichquartett: Julia Weindel, Sophie Liske, Eva Wild und Felicitas Bregler boten von Jost-Henrich Hecker einen Satz aus einem im Funkrock-Stil gehaltenen Werk mit dem originellen Titel "Bremsflüssigkeit", der zeigte, dass "Streichquartett" nicht immer nur klassisch-romantisch sein muss. Ebenso alles andere als klassisch-romantisch war auch der Beitrag "Crumbling Castle" von King Gizzard mit Julian Peter (Schlagzeug) und Clemens Kinkel (E-Baß), der im lautstarken Hard-Rock-Stil auch die letzten Staubkörner aus dem altehrwürdigen Asamsaal herausblies. Die Solowertung Klavier, die bei JuMu alle drei Jahre vertreten ist, bildeten Hannes Engler (mit einem Werk von Kapustin), Ziyi Zoe Gao (mit einer Chopin-Etüde) und Maximilian Zhu (mit der Aria aus Bachs Goldbergvariationen) gekonnt ab. Ebenso würdigt JuMu auch das Instrument des Jahres 2026, das Akkordeon: Franziska Braun und Melina Böser boten im Akkordeonduo Astor Piazzollas Klassiker "Libertango" und brachten damit eine weitere Klangfacette ins Geschehen ein. Ein ebensolcher Evergreen ist Johannes Brahms' 6. Ungarischer Tanz: Pia Stegmüller, Florentin Knabe und Valentin Knabe musizierten diesen Dauerbrenner tänzerisch-leicht und behende zum Abschluss. Der Schlussbeifall galt hierbei auch den mitwirkenden Klavierkorrepetitoren Ulrich Brückmann und Markus Bertsch.
