Die Meldungen aus Halle an der Saale lösten am Pfingstwochenende in Waghäusel und Hambrücken Begeisterung aus. Drei Schüler der dortigen Musikschule hatten sich für das Bundesfinale „Jugend musiziert“ qualifiziert und kamen aus der Metropole von Sachsen-Anhalt mit einem ersten, zweiten und dritten Preis zurück in den Bruhrain.

Bundessieger wurde der Schlagzeuger Til Steinhauer in der Altersgruppe 4. Er wird an der Musikschule Waghäusel-Hambrücken ebenso von Joachim Böser unterrichtet wie der jüngere Tobias Braun, der in Halle Zweiter in der Altersgruppe 3 wurde. Einen dritten Preis sicherte sich der Akkordeonspieler Jens Peters, der von Beate Brenner auf den bundesweiten Wettbewerb vorbereitet wurde.

Die Erfolge der drei hochveranlagten Musiktalente aus Waghäusel und Hambrücken sind aufgrund der großen Teilnehmerzahlen umso bemerkenswerter. In ganz Deutschland beteiligten sich 17.000 Kinder und Jugendliche an den Regionalwettbewerben. Davon schafften 2.750 den Sprung zum Bundesfinale. „Jeder vierte Teilnehmer in Halle war aus Baden-Württemberg“, teilte Musiklehrerin Beate Brenner mit und unterstreicht damit den hohen Ausbildungsstand im Ländle.

Der unter 29 Mitbewerbern drittplatzierte Jens Peters überzeugte mit seinem Akkordeon die aus Professoren verschiedener Hochschulen zusammengesetzte Jury mit vier Musikstücken. Er spielte „Studie Nr.6“ von Rosentzky, „Prelude et Variations“ von Jiri Matys als moderne Komposition, „Largo und Siciliana“ von Walond aus der Barockzeit sowie „Ritango Apassionado“ von Jekic als zeitgenössisches Werk.

Tobias Braun wurde im Percussions-Wettbewerb mit Werken von Beck, Kopetzki und Peters Zweiter unter 31 Teilnehmern. Genauso vielen Kontrahenten musste sich Til Steinhauer in seiner Altersgruppe stellen. Dabei überzeugte er mit Werken von Peters, Kopetzki und Xenakis die Jury und erreichte in der Percussions-Wertung mit Pauken, Glockenspiel, Marimbaphon, Xylophon und kleiner Trommel einen grandiosen ersten Preis.

Für die Musikschule Waghäusel-Hambrücken war das Abschneiden beim Bundesfinale erneut ein großartiger Erfolg.

 Erfolgreich in Halle: Joachim Böser, Til Steinhauer, Jens Peters, Tobias Braun und Beate Brenner (v.l.).